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Kurator'in für: Fundstücke Klima und Wandel
Strom, Wärme und Mobilität – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2008 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung, für Riffreporter sowie für einige Fachzeitschriften.
Malte Kreutzfeldt, Redakteur für Wirtschaft und Umwelt bei der taz, ist schwer genervt von manchen Klimaschützern. Nicht wegen des jüngsten identitätspolitischen Kasperltheaters um Dreadlocks auf einer Fridays-for-Future-Kundgebung. Sondern wegen der Weltuntergangsrhetorik, die einige von ihnen, darunter auch Teile der FFF-Bewegung, so gerne pflegen. Seinem Unmut macht er jetzt in einem Kommentar Luft.
Lange Zeit habe er die Bewegung mit großer Sympathie begleitet. Das habe sich jetzt jedoch geändert. Neben der aggressiven Rhetorik stößt ihm vor allem die Verbindung von apokalyptischen Zukunftsszenarien und großer Hybris auf, wie sie manche selbst in der Formulierung von der „Letzten Generation“ unfreiwillig auf den Punkt bringen.
Denn durch wissenschaftliche Szenarien ist diese Haltung nicht gedeckt, so Kreutzfeldt. Zwar spricht der jüngste IPCC-Bericht davon, dass Hitze, Dürre und Überflutungen in Folge des Klimawandels das Leben von vielen Millionen Menschen bedrohen. Von der „Vernichtung von Milliarden Menschen“, vor der unter anderem Extinction Rebellion warnen, ist aber in keinem bekannten Szenario die Rede.
Solche Übertreibungen hält Kreutzfeldt für kontraproduktiv. Die Entwicklungen, die durch die Klimakrise tatsächlich drohen, seien schrecklich genug; sie weiter zu übertreiben, schade jedoch der Glaubwürdigkeit der Bewegung – und auch ihren Erfolgsaussichten, da sie schnell zu Resignation führen könne.
Auch für die Haltung manch junger Aktivist:in, wegen der Klimakrise keine Kinder bekommen zu wollen, fehlt Kreutzfeldt das Verständnis. Denn schließlich ist die Existenz einer „nächsten Generation“ der wichtigste Antriebsgrund, die Klimakrise aufzuhalten, schreibt er. Und schließt so:
Denn trotz aller Kritik: Die Klimabewegung ist wichtig. Und zu wichtig, um sich von Untergangsszenarien in die Resignation treiben zu lassen.
Anmerkung des Autors: In einer ersten Fassung des Textes habe ich geschrieben, die Kritik von Malte Kreutzfeldt richte sich gegen Fridays for Future als Ganzes. Er nimmt hier jedoch die deutsche FFF-Bewegung explizit aus – anders als etwa FFF Österreich widerstehe man in Deutschland der Versuchung, durch immer drastischere Rhetorik gegen die sinkende öffentliche Aufmerksamkeit anzukämpfen. Ich habe das am 25.3. um 15 Uhr korrigiert.
Quelle: Malte Kreutzfeldt Bild: Zoonar/imago taz.de
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Ich empfehle wärmstens, die Kommentare unter dem taz-Artiklel einmal querzulesen. Hier wird die Betulichkeit (ja, darum handelt es sich!) des Autors genüsslich und, soweit ich gescrollt habe, zutreffend zerpflückt. Dennoch ist es wichtig, solche höchst fragwürdigen Beiträge zur Diskussion zu stellen, denn sie zeigen, wie wenig der Ernst der Lage selbst in Medien wie der "taz" bis in die letzten Ecken vorgedrungen ist.
Das Gebahren so mancher fossilschützender Groko-Verantwortlicher stört mich persönlich erheblich mehr.
Wenn junge Menschen das Gefühl hätten, mit Klimaschutz würde begonnen, wären sie vermutlich weniger schrill.